Autoheizung

Auto im Winter richtig heizen: So geht`s

Wer in der kalten Jahreszeit nach dem Freikratzen der Autoscheiben in einen eiskalten PKW einsteigt, wünscht sich meist sehnlichst nur noch eines: Wohlige Wärme und das am besten sofort. Doch das richtige Lüften und Heizen des Autos im Winter will gelernt sein. Im folgenden erhaltet ihr Tipps wie die Autoheizung am effizientesten bedient wird.

Autoheizung: Temperatur und Lüftungsregler justieren

Insbesondere an den kalten Tagen müssen Autoheizung und Klimaanlage so schnell und effektiv wie möglich arbeiten. Nach dem Kaltstart des Wagens sollte die Luftverteilung dementsprechend gewählt werden. Zunächst einmal sollte nur wenig Luft an die Scheiben strömen, damit die Scheiben nicht beschlagen. Zudem sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

1. Die Temperaturwahl und die Autoheizung sollten möglichst auf hoher Stufe eingestellt sein und die Luftverteilung sollte sich in Richtung des Fußraumes richten.

2. Hat sich die Luft etwas erwärmt, kann das Gebläse und die Verteilung der Luft in Richtung der Scheiben positioniert werden. Die Autoheizung ist auf eine hohe Stufe einzustellen.

3. Damit feuchte Luft im Wageninneren schneller trocknen kann, sollte die Klimaanlage auch im Winter eingeschaltet werden. Eine ausreichende Frischluftzufuhr trägt zusätzlich dazu bei die feuchte Luft zu trocknen..

4. Bei einer beschlagenen Scheibe ist der Umluftbetrieb der Autoheizung auszuschalten und die Frischluftzufuhr zu erhöhen, damit schnell wieder eine klare Sicht gewährleistet ist.

5. Beschlägt die Innenseite der Scheibe durch den eigenen Atem, kann der Fahrer durch das leicht offene Seitenfenster ausatmen und bei einem Stillstand des Autos die Beschläge mit einem Tuch abwischen.

Nicht selten ist zu sehen, dass der Wagen vor dem Fahrbeginn gestartet wird, um ihn warmlaufen zu lassen und die Autoheizung vor Abfahrt auf Temperatur zu bringen. Dies ist nach §30 der StVo allerdings verboten und wird mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro abgemahnt. Das Warmlaufen des Autos verbrennt lediglich unnötig Benzin, es verschleißt den Motor und belastet darüber hinaus noch enorm die Umwelt durch die entstehenden Abgase.

Wie warm sollte es im Auto sein?

Als sinnvoller Richtwert gelten hier 20 bis 21 Grad Celsius. Eine zu hohe Temperatur (jenseits der 25 Grad) kann schnell zu einem Hitzestau führen, der mit typischen Anzeichen wie Schwindel und/oder Kreislaufbeschwerden einhergeht. Ist es zu warm im Auto, können die Insassen zudem schnell schläfrig werden, besonders in den frühen Morgenstunden. Bei einer zu niedrigen Temperatur hingegen kühlt der Mensch aus. Bei Temperaturen unter 19 Grad sollte keinesfalls auf die Autoheizung verzichtet werden, denn sonst gibt die Haut zu schnell zu viel Wärme ab.

Weitere Möglichkeiten zum Schutz vor der Kälte

Auch eine dicke Winterjacke kann natürlich vor der klirrenden Kälte schützen. Davor ist generell jedoch abzuraten, besonders bei sehr dicken, wattierten Modellen. Es besteht die Gefahr, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Bei einem Unfall muss der Gurt einen Leerweg überwinden, bevor die Insassen gehalten werden können. Bei enorm dicker Kleidung kann dieser Weg nicht geboten werden.

Sitzheizungen können im Winter ein wahrer Segen sein, doch leider ist nicht jedes Auto damit ausgestattet. Beheizbare Sitzbezüge, die an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden, können hier eine gute Alternative sein. Bei der Modellwahl sollte natürlich stets auf die Angaben bezüglich des Energieverbrauchs geachtet werden. Dieser sollte selbstverständlich möglichst gering sein.

Obwohl Standheizungen früher als wahre Spritfresser galten, trifft dies heute auf die Geräte nicht mehr zu. Eine Standheizung kann Autos punktgenau auf eine bestimmte Temperatur bringen. In der Regel werden die kraftstoffbetriebene Systeme mit dem Wasserkreislauf des Autos gekoppelt. Sie können im Winter gleich mehrere Probleme auf einmal lösen: Der Innenraum und der Motor werden vorgewärmt und das Eis der Scheiben ist bereits vor der Abfahrt abgetaut. Die Geräte werden je nach Modell per SMS, Funk, Zeitschaltuhr oder auch per Smartphone App aktiviert.

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