Klimaanlage als Spritfresser

Heißer Sommer: Klimaanlage als Spritfresser

Ein Neuwagen ohne Klimaanlage – unvorstellbar für viele Autofahrer, die sich diesen Luxus gönnen und an den heißen Sommertagen auch genießen. Leider steigert solch ein Luxus den Spritverbrauch enorm. Von welchen Dimensionen hier die Rede ist wurde von dem Forschungsinstitut Empa in der Schweiz erforscht.

Ein Test, der Fakten liefert

Sechs benzinbetriebene Autos unterschiedlicher Bauart – vom Kleinwagen bis zum Sportwagen – wurden dazu getestet. Die Abgasemissionen sorgten im Endeffekt für ein ernüchterndes Ergebnis, da bei allen Autos ein Mehrverbrauch zwischen 1,8 und 3,7 Liter pro 100 km in der Stadt festgestellt wurde. In Prozent ausgedrückt sind das zwischen 14- und 30% mehr Sprit. Auf der Autobahn lag der Verbrauch zwischen 0,3 und 1 Liter pro 100 Kilometer bei einer Außentemperaturen von 30°C. Getestet wurde auch bei einer Temperatur von 13°C, bei der ebenfalls um die 8 Prozent mehr Kraftstoff benötigt wird.

Welche Alternativen stehen einem Autofahrer offen?

Ab einer gewissen Temperaturstufe macht eine Klimaanlage durchaus Sinn, denn es sollte sich keiner bei einer 35°C Außentemperatur quälen müssen. Bei kurzen Strecken zahlt es sich jedoch selten aus, die Klimaanlage einzuschalten, da hier der Fahrtwind sein nötiges tut. Ein paar wertvolle Tipps sollten sich Autofahrer daher zu Herzen nehmen:

Sprit sparen leicht gemacht

1. Die richtige Temperatur

Die Klimaanlage ist und bleibt ein Spritfresser. Jedoch lassen sich die Kosten durch bestimmte Maßnahmen ein wenig reduzieren wie beispielsweise die richtige Temperatur. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 20 und 24 Grad. Es ist nicht notwendig, ein Auto in einen Kühlschrank zu verwandeln. Je weniger die Klimaanlage den Raum abkühlen muss, desto weniger Leistung muss diese aufbringen. Tipp: Es sollten nie mehr als 8 Grad Differenz zwischen der Außen- und Innentemperatur liegen, weil dies auch eine Belastung für den Körper darstellen kann.

2. Die optimale Luftfeuchtigkeit

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sorgt für ein höheres Wärmeempfinden, deswegen sollte die Klimaanlage auch bei feuchtem Wetter ab und zu eingeschaltet werden. Dadurch wird das Beschlagen der Scheiben verhindert und dem Körper mehr Wohlbefinden ermöglicht.

3. Fenster geschlossen halten

Läuft die Klimaanlage, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Die kühle Luft kann sonst rasch nach draußen ziehen und die Wärme hineingelangen. Profitipp: Nach dem Starten nicht sofort die Klimaanlage einschalten, sondern das Fenster erst kurz öffnen, um durchzulüften. Ist die erste Hitze entweicht, wird der Innenraum dadurch schneller kühl. An sonnigen Tagen bestenfalls im Schatten parken. Somit heizt sich das Auto nicht so schnell auf.

4. Klimaanlage regelmäßig aktivieren

Klingt paradox, hilft aber beim Sprit sparen. Es lohnt sich, die Klimaanlage manchmal auch an kühlen Tagen zu aktivieren. Der Kühlkreislauf bleibt so eher in Fahrt und die Klimaanlage verstopft sich weniger schnell. Die Frontscheibe sollte öfters von Blättern und Schmutz befreit werden, um den Lufteinlass frei zu halten. Das erspart teure Reperaturen und hilft beim Sparen.

5. Regelmäßige Wartung

Eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage ist unumgänglich. Ist die Anlage undicht oder fehlt Kältemittel, sinkt die Kühlleistung rapide ab. Kältemittel sollte bei Bedarf rasch nachgefüllt werden, um Kompressor-Schäden zu vermeiden. Die Wartung der Klimaanlage wird am besten im Zuge einer Auto Inspektion durchgeführt, um etwaige Schäden augenblicklich zu reparieren. Manchmal müssen Dichtungen oder Schläuche ausgetauscht werden. Eine Investition lohnt sich, weil dadurch die Rechnung an der Tankstelle am Ende sinken kann.

Fazit:

Wer sich an die Tipps hält, kann den Verbrauch durchaus reduzieren. Nur aus Kostengründen bei Hitze darauf zu verzichten bringt niemandem etwas. Eine Klimaanlage sorgt nicht nur für Abkühlung, sie fördert auch die Konzentration und ist beim Autofahren unumgänglich.

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