Start-Stopp-Automatik: Wie groß ist der Spareffekt wirklich?

Die Start-Stopp-Automatik gehört heute zum Standard von fast jedem Fahrzeug. Die Hersteller versprechen dabei eine üppige Reduktion des Kraftstoffverbrauchs.

Wie viel Brennstoff lässt sich durch das Abschalten des Motors bei längeren Standzeiten wirklich sparen?

Weniger Benzin und Diesel verbrauchen

Hinsichtlich der Effizienz bei Motoren sind in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt worden. Durch die Verkleinerung der Hubräume kann bei gleicher Leistung ebenso Benzin wie Diesel gespart werden. Einen Beitrag zum Sparen leisten ebenso lange Getriebeübersetzungen und im Windkanal optimierte Karosserien. Entsprechend kleiner werden die Entwicklungsschritte bei der Motorentechnik, mit der die teuren Kraftstoffe optimal und somit klimaschonend genutzt werden soll.

Start-Stopp-Automatik optimiert Motoren

Eine Möglichkeit weiter zu sparen und das Optimierungspotenzial zu nutzen liegt in der sogenannten Start-Stopp-Automatik: Sobald der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und das Fahrzeug einige Sekunden im Leerlauf steht, wird der Motor automatisch abgeschaltet. Schon das Treten der Kupplung reicht wieder aus, um den Motor wieder in Betrieb zu versetzen. Damit soll die Kraftstoff-Verschwendung an roten Ampeln minimiert werden.

Gänzlich neu ist dieses System nicht. Schon in den siebziger Jahren, während der Ölkrise, setzte Toyota eine solche Motorenabschaltung ein. Als die Krise überwunden war und die Kraftstoffpreise wieder sanken, versank Start-Stopp-Automatik allerdings in der Vergessenheit.

Wie viel sich tatsächlich sparen lässt, ist allerdings umstritten. Denn das Starten des Motors sorgt tatsächlich für einen kurzzeitig höheren Verbrauch. In Folge dessen lässt sich nur bei längeren Standzeiten wirklich sparen.

Test zeigt: Im Stadtverkehr lässt sich Kraftstoff sparen

Praxistests zeigen, dass eine Ersparnis erzielt werden kann. Beim einem Expertentest konnten Verbrauchsvorteile von einem halben Liter Sprit pro 100 km Fahrstrecke ermittelt werden. Einige Fahrzeuge verbrauchten durch die Start-Stopp-Automatik sogar 0,8 l weniger als bei deaktivierter Motorabschaltung.
In diesem Zusammenhang muss allerdings beachtet werden: Sprit sparen durch die Start-Stopp-Automatik ist nur dann möglich, wenn der Motor häufig an- und abgeschaltet werden muss. Das ist typischerweise im Stadtverkehr der Fall. Wer mit seinem Fahrzeug hauptsächlich über Land oder auf der Autobahn unterwegs ist, wird kaum Kraftstoff sparen.

Fazit

Das Argument, durch das häufigere Anschalten des Motors würde sich der Verschleiß vor allem am Anlasser erhöhen, greift übrigens nicht! Bei Motoren mit der Start-Stopp-Automatik sind die betreffenden Bauteile entsprechend robuster ausgeführt. So zeigt sich am Ende: Mit der Start-Stopp-Automatik lässt sich tatsächlich einiges sparen. Viele Autofahrer schätzen nach einiger Nutzung des Systems auch die Ruhe, weil der Motor nicht mehr permanent läuft.

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